Kathedrale

In der Romantik wurden Kathedralen mit ihren hohen Gewölben, Spitzbögen und lichtdurchfluteten Innenräumen nicht nur als beeindruckende architektonische Leistungen, sondern auch als Orte tiefgreifender ästhetisch-mystischer Erfahrung angesehen. Sie galten als Räume, in denen sich Transzendenz manifestierte und direkt erfahrbar wurde.

Für die mittelalterlichen Christen waren die Kathedralen symbolische Darstellungen des göttlichen Universums d.h. des „himmlischen Jerusalems“ als dem Inbegriff christlicher Jenseits-Hoffnung.

Die komplexe Symbolik der gotischen Fenster und Skulpturen wie auch der archtitektonischen Proportionen werden oft als Verschlüsselung tieferer Wahrheiten verstanden, die es zu entschlüsseln gilt. Sie sind sozusagen „Bücher in Stein“, die es ermöglichen, über die materielle Welt hinauszublicken.

In meinen Collagen versuche ich, solche vielfältigen Bedeutungskomplexe imaginär anzudeuten.

 

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