Götterspiele

In diesen bildlichen „Götterspielen“ werden Götter zu Menschen und Menschen zu Göttern, ja sogar zu Tieren, wie in der Geschichte der Göttin Diana und des Jägers Aktaion. Diana und Venus treten als moderne Bikini-Schönheiten auf, überschrieben von einem Sonett von Giordano Bruno. Doch auch Gott selbst erscheint nach seinem Tod (Nietzsche) als wahres Trugbild, als Vera Ikon („Veronika“), dessen „ungemaltes Bild“ der hl. Lukas malt. Eine „Nympha“ aus einem berühmten Fresko in Florenz schreitet mit wehendem Gewand und einer Obstschale vor einem mittelalterlichen Höllensturz, begleitet von tanzenden Amoretten. Galatea reitet auf Delphinen mit Tritonen und einer Passionsfigur in einer mediterranen Meeresbucht – vor interessierten Touristen auf einer Segelyacht…Das Spiel der Metamorphosen beginnt.

Heribert Heere

KÜNSTLER