Gilgamesch war ein König, Heros und Gott der sumerischen Stadt Uruk im heutigen Irak um 3000 v.Chr. Er ist zusammen mit seinem Freund Enkidu der sagenhafte Held des Gilgamesch-Epos, das man als das Gründungsepos einer Kulturentwicklung bezeichnen kann, die über vielfältige Metamorphosen bis heute lebendig ist.

 

Vorne links sehen wir den Kopf einer jungen Frau, der auf einem Körpergestell à la Hieronymus Bosch lanciert ist, welches auf einem Boot dahinfährt. Ein Adler hat sich daneben auf einem kleinen Hügel niedergelassen, während ein Pulcinella in seinen Spiegel schaut und - neben Gilgamesch -  eine Madonna mit dem Jesuskind am Arm die Szenerie ergänzt.

 

Die Madonna kann man deuten als eine seit Urzeiten adorierte Große Göttin in spezifisch christlicher Ausprägung. Die Figur des Pulcinella, die wir von der Comedia dell'Arte kennen, geht weit zurück in mythische Zeiten und war ursprünglich ein Dämon der "Wilden Jagd", als deren antike Ausprägung die dionysischen Satyrn und Silene zu gelten haben. Der Adler ist bekanntlich bis heute ein beliebtes heraldischen Symbol für Macht und Stärke.

 

Durch die Zeiten und Kulturen hindurch geben sich Heroen, Narren und schöne heilige Frauen ein tragikomisches Steldichein.