Ekphrasis

Zu den Texten bitte auf das jeweilige Bild klicken.

 

Diese "Ekphrasen" von einigen meiner Bilder beinhalten Informationen und sind Vorschläge aus meiner Sicht, keine kanonischen Texte. Sie sind zum Teil mit Hilfe von KI verfasst, immer jeweils mit diversen Promptings und Überarbeitungen von meiner Hand.

Meine Funktion als Autor dieser Texte sehe ich genau darin. Ich betrachte sie als Gebrauchstexte, die meine Arbeiten begleiten können. Die KI-Problematik, wie sie insbesondere im Hinblick auf Textgenerierung von Autoren wie Martin Warnke und Roberto Simanowski aufgezeigt wurde, bleibt dabei aus meiner Sicht unberührt. 

 

Ästhetische Erfahrung wird durch Ekphrasis bestärkt, nicht verhindert.

Zu jedem Kunstwerk gibt es unzählige individuelle Deutungen.

Jedes Kunstwerk steht für sich und verweist gerade deshalb auf Anderes.

 

 

"Ekphrasis" bedeutet nicht nur "Bildbeschreibung", sondern auch eine detailierte literarische Darstellung eines Bildwerks. Die Bildtexte, die jedem Werk zugeordnet sind, fungieren dabei nicht als Erläuterungen oder Deutungsanleitungen, sondern als eigenständige sprachliche Setzungen, die das Visuelle begleiten, irritieren, erweitern oder unterbrechen.

 

Ekphrasis bedeutet nicht über Bilder, sondern mit ihnen zu sprechen.

 

Die Arbeiten operieren mit Fragmentierung, Überlagerung und einer bewusst offenen Bildlogik. Figuration und Abstraktion, Pop-Referenzen, kunsthistorische Zitate, organische Formen und grafische Zeichen stehen gleichwertig nebeneinander. Diese visuelle Vielstimmigkeit findet in den Texten ihre Entsprechung: Auch die Sprache ist nicht linear, nicht erklärend, sondern tastend, assoziativ, manchmal widersprüchlich. Bild und Text bilden kein geschlossenes System, sondern ein Spannungsfeld.

 

Diese Bildtexte beschreiben nicht nur das Sichtbare, sondern artikulieren Wahrnehmung, Erinnerung, Affekt oder gedankliche Bewegung, die das jeweilige Bild auslöst. Dadurch entsteht zwischen Werk und Text ein Zwischenraum, in dem Bedeutung nicht fixiert, sondern wandelbar bleibt.

Ekphrasis erscheint hier als offener Prozess, als Einladung an die Betrachter, selbst Teil dieses Dialogs zu werden.

 

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