Fantasy

 

Der englische Begriff „Fantasy“ bezeichnet etwas Anderes als  "Phantasie", obwohl beide Begriffe aus der griechischen Wurzel "phantasia" stammen.

"Fantasy" steht für ein eigenes Genre, in dem Realität, Mythos, Märchen und Fiktion zu eigenständigen Welten verschmelzen. Drachen, Helden und fantastische Kreaturen bevölkern dort imaginäre Universen mit ihren eigenen Regeln. Meine Serie greift diesen Begriff bewusst auf, interpretiert ihn jedoch neu.

Die Arbeiten erzählen keine geschlossenen Fantasy-Geschichten und erschaffen keine kohärenten Parallelwelten. Stattdessen entsteht eine postmoderne Fantasy, in der sich Fragmente aus Kunstgeschichte, Popkultur, Comics, digitalen Bildwelten und alltäglichen Objekten begegnen. Cartoonfiguren treten mit klassischen Porträts in Dialog, künstliche Wesen treffen auf mythologische Anspielungen, Malerei verbindet sich mit Collage und digitalen Bildverfahren. Das Fantastische entsteht nicht durch erfundene Welten, sondern durch unerwartete Kombinationen und Bedeutungsverschiebungen.

So wird Fantasy zu einer Methode des Sehens. Vertraute Bilder lösen sich aus ihren ursprünglichen Zusammenhängen und bilden neue, oft humorvolle, manchmal rätselhafte oder poetische Konstellationen. Die Serie versteht Fantasie nicht als Flucht aus der Wirklichkeit, sondern als schöpferische Kraft, die kulturelle Grenzen überschreitet und ihre Bild-Wirklichkeit immer wieder neu erfindet.

 

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