Schein ist die Kunst am Ende dadurch, dass sie der Suggestion von Sinn inmitten des Sinnlosen nicht zu entrinnen vermag. Kunstwerke jedoch, die den Sinn negieren, müssen in ihrer Einheit auch zerrüttet sein; dies ist die Funktion der Montage. die ebenso, durch die sich hervorkehrende Disparatheit der Teile, Einheit desavouiert, wie, als Formprinzip sie auch wieder bewirkt.

 

Theoder W. Adorno, Ästhetische Theorie, Frankfurt 1970, S. 231f