„Der wirkliche Zustand des Menschen ist der, wo alles Zeichen ist!“

Robert Musil

 

 

 

Diese Website  dokumentiert meinen Weg von frühen Arbeiten eines "Pop-Surrealismus" bis zu aktuellen Gemälde-, Collage-, Zeichnungs- und Skulpturenserien. Die Präsentation folgt einer thematischen und zugleich chronologischen Ordnung.

Die Website versteht sich zugleich als virtuelle Retrospektive,  Archiv, Werkverzeichnis und Journal. Neben den Bildserien finden sich Texte zur künstlerischen Konzeption, biografische Informationen sowie eine Dokumentation der Ausstellungen.

 

KI und künstlerischer Prozess


Seit 2023 beziehe ich auch generative KI in einzelne Phasen meiner künstlerischen Arbeit ein. KI-generierte Bildvorlagen können bei neueren Arbeiten  Ausgangsmaterial für malerische, zeichnerische oder collagistische Transformationen sein.

Auch bei der Entwicklung und redaktionellen Bearbeitung einzelner Texte kommen teilweise KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Auswahl, Bearbeitung, künstlerische Konzeption und redaktionelle Verantwortung liegen bei mir.

 

Ich sehe meinem Gebrauch der KI übrigens auch als Exzess-Phänomen, wie den künstlerischen Prozess insgesamt auch.

 

Kosmos der Zeichen

 

Unter dem Titel „Kosmos der Zeichen“ entwickle ich seit einigen Jahren ein künstlerisches Projekt, das Malerei, Collage, Zeichnung und Skulptur verbindet.

Im Zentrum steht die Herausforderung, wie Zeichen unsere Wahrnehmung der Wirklichkeit prägen und wie aus ihrer Fragmentierung, Überlagerung und Neuordnung andere bildnerische Wirklichkeiten entstehen können.

 

Meine hier chronologisch und thematisch geordneten Arbeiten greifen Zeichen und Bildfragmente aus Kunstgeschichte, Mythologie, Religion, Natur, Populärkultur und digitalen Bildwelten auf und führen sie in vieldeutigen Kompositionen zusammen. Sie verstehen sich als offene Zeichensysteme, in denen Vergangenheit und Gegenwart, Figuration und Abstraktion, Erinnerung und Imagination aufeinandertreffen. Dabei verlieren die überlieferten Zeichen ihre ursprüngliche Bedeutung nicht vollständig. Sie tragen deren Spuren in neue Zusammenhänge hinein und entfalten dort andere, unerwartete Beziehungen.

 

Der „Kosmos der Zeichen“ ist deshalb ein wachsender künstlerischer und kultureller Fundus, in dem Werke, Werkgruppen und theoretische Reflexionen miteinander verbunden sind.

So entsteht ein offener Kosmos, in dem Zeichen verwandelt, neu erfunden und miteinander ins Spiel gebracht werden.

 

Die unter Meine Kunstphilosophie versammelten Texte verstehen sich nicht als philosophisches System und auch nicht als theoretische Anleitung zur „richtigen“ Interpretation meiner Arbeiten. Sie begleiten vielmehr mein künstlerisches Werk als ein offener Raum der Reflexion. Begriffe wie "Zeichen", "Fragment", "Rhizom", "Mythos", "Spiel", "Ereignis", "Phantasma" oder "kulturelles Gedächtnis" markieren Denkbewegungen, die meine künstlerische Arbeit berühren, ohne sie auf bestimmte Bedeutungen festzulegen.

 

Autonomie und Bedeutungen des Kunstwerks

 

Ausgangspunkt bleibt für mich die Autonomie der Kunst. Ein Bild ist nicht die Illustration eines philosophischen Gedankens, und ein begleitender Text besitzt keine Deutungshoheit über das Werk. Gemälde, Collagen, Zeichnungen und Skulpturen entwickeln ihre eigene Wirklichkeit – aus Farbe, Form, Material, Fragmenten, Überlagerungen, Erinnerungen und kulturellen Zeichen.

Meine Arbeiten haben zugleich kunsthistorische, philosophische, mythologische, biografische oder kulturkritische Bezüge. Dies steht zu dieser Autonomie nicht im Widerspruch. Im Gegenteil: Gerade darin liegt für mich eine postmoderne Erweiterung des Kunstbegriffs. Das autonome Werk muss nicht bedeutungslos oder sprachlos sein. Es kann von einem Geflecht möglicher Bedeutungen umgeben werden, ohne in diesem aufzugehen.

 

Ein offenes Netz von Bedeutungen

 

Die Texte sind daher weniger Kommentare zu einzelnen Bildern als Bestandteile eines erweiterten künstlerischen Zusammenhangs. Sie bilden mit den Werken ein offenes Netz von Verweisen. Persönliche Erfahrungen begegnen darin der Kunstgeschichte, philosophische Gedanken der Populärkultur, antike Mythen digitalen Bildwelten, Erinnerung der Gegenwart.

Die Bedeutungen bleiben dabei bewusst subjektiv und vorläufig. Sie sollen die Betrachtung nicht abschließen, sondern weitere Zugänge eröffnen. Das Kunstwerk behält stets einen Überschuss gegenüber jeder Interpretation – auch gegenüber meiner eigenen.

 

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