Transformationen

Meine Gemälde und Collagen sind Transformationen von Werken früherer Kunst, d. h. von Bildern hin zu einer künstlerischen "Welt-Montage“. Damit ist Transformation ein synkretistischer Vorgang und bedeutet für mich den Mut zur Synthese. Durch die Kunst wird die Entzauberung der Welt in eine Wieder-Verzauberung transformiert.

 

In meiner Kunst werden mythische, heilige, komische und monströse Gestalten und Figuren zum Leben erweckt. Schönheiten und Untergänge kennzeichnen diese imaginären Welten in der Auseinandersetzung von Natur und Kultur.

In meinen Arbeiten geht es um künstlerische „Aneignungen“. Damit überführe ich vor allem die Werke der früheren Kunst mittels Collagen in die Kunst der Gegenwart. Ihre Bedeutung besteht in der Plötzlichkeit des Umschlagens früherer Inhalte in aktuelle Bedeutungen. Dies geschieht ereignishaft im Dialog des Bildes mit dem Betrachter. Der antike Mythos sowie das Heilige werden in den Blick genommen. Dabei versuche ich neue Schönheiten zu entwickeln, die nicht mehr eine dogmatische Norm erfüllen, sondern neuen Herausforderungen im Umgang mit Natur und Technik entsprechen. In meinen Landschafts-Bildern werden irdische Paradiese transparent. Technologische Zukunftsvisionen erscheinen in meiner „Fiction“-Serie. Kunst hat in der Moderne die Funktion einer symbolischen Weltdeutung übernommen, die früher ausschließlich der Religion zukam.