Die Hand in dieser Skulptur rechts hinten zeigt eine der Handstellungen Buddhas und hält ein knäuelartiges farbiges Plastik-Gebilde. Vorne sind wie auf einer Bühne aufgereiht fünf Figürchen. Drei Frauen, eine mit Kind im Arm, und ein älterer Mann – stecken mit ihrem Oberkörper in einer feuerartigen Umhüllung.

Wir haben es hier mit sogenannten „Fegefeuer“-Figuren zu tun. sind. Dazwischen drängt sich eine blau bemalte Spielzeugfigur in einer Art Raumanzug mit einem Tigerkopf – ein Mutant also.

Links hinten sehen wir eine Christus-Statuette mit dem Herz-Jesu vorne, die einen Typus verkörpert, wie er im 19. Jahrhundert gerne in Kirchen aufgestellt wurde.

 

 Das Personal meiner Skulptur wird komplettiert durch die Figur eines Mannes mit Krawatte und Zeitung in der Hand.

 

Die realistische Verkörperung des Fegefeuers wird von der heutigen Theologie allerdings umgedeutet von einer Art metaphysischem Konzentrationslager hin zu einem „von innen her notwendigen Prozess der Umwandlung des Menschen, in dem er christus-fähig, gott-fähig und so fähig zur Einheit mit der ganzen Communio Sanctorum wird.“ (Joseph Ratzinger).

 

Im Gegensatz zur religiös motivierten Imagination wirkt der coole moderne Mutant aus Mensch und Tiger nicht bloß wie ein „Mythos des Alltags“, sondern scheint durch die weit fortgeschrittene Gentechnologie durchaus machbar. Sollte das von ferne an Molekularmodelle erinnernde farbige Knäuel, das in der Spiritualiät ausdrücken Handstellung ruht, nicht die durch moderne Biochemie und Physik erreichte Umwandlung der Metaphysik in reale Machbarkeit ausdrücken?