Ekphrasis

Zu den Texten bitte auf das jeweilige Bild klicken.

 

Im Folgenden sind ausgewählte Arbeiten von mir aus den letzten 20 Jahren jeweils mit Texten unter dem Übertitel EKPHRASIS versammelt, verstanden nicht im klassischen Sinn der Bildbeschreibung, sondern als wechselseitige Übersetzung zwischen Bild und Sprache. Die Bildtexte, die jedem Werk zugeordnet sind, fungieren dabei nicht als Erläuterungen oder Deutungsanleitungen, sondern als eigenständige sprachliche Setzungen, die das Visuelle begleiten, irritieren, erweitern oder unterbrechen.

 

Ekphrasis bedeutet hier:
nicht über Bilder, sondern mit ihnen zu sprechen.

 

Die Arbeiten operieren mit Fragmentierung, Überlagerung und einer bewusst offenen Bildlogik. Figuration und Abstraktion, Pop-Referenzen, kunsthistorische Zitate, organische Formen und grafische Zeichen stehen gleichwertig nebeneinander. Diese visuelle Vielstimmigkeit findet in den Texten ihre Entsprechung: Auch die Sprache ist nicht linear, nicht erklärend, sondern tastend, assoziativ, manchmal widersprüchlich. Bild und Text bilden kein geschlossenes System, sondern ein Spannungsfeld.

 

Diese Bildtexte beschreiben nicht nur das Sichtbare, sondern artikulieren Wahrnehmung, Erinnerung, Affekt oder gedankliche Bewegung, die das jeweilige Bild auslöst. Dadurch entsteht zwischen Werk und Text ein Zwischenraum, in dem Bedeutung nicht fixiert, sondern wandelbar bleibt.

Meine Bilder sind somit nicht Illustration und Kommentar, sondern Paare aus Bild und Sprache, die sich gegenseitig befragen. Ekphrasis erscheint hier als offener Prozess, als Einladung an die Betrachter, selbst Teil dieses Dialogs zu werden.

 

Diese "Ekphrasen" sind VorSchläge, keine kanonischen Texte.

Zu jedem Kunstwerk gibt es unzählige Deutungen.

Jedes Kunstwerk steht für sich und verweist gerade deshalb auf Anderes.

 

Druckversion | Sitemap
© heereart