Cuties

 

 

Ein fröhliches Spiel mit comicartigen Früchten, Gemüsefiguren und kleinen Pflanzenwesen! Birnen lachen, Wassermelonen grinsen, Kakteen schauen freundlich in die Welt, als wären sie Figuren aus einer animierten Parallelwelt zwischen Kinderzimmer, Pop-Art und digitalem Stickeruniversum.

 

Doch diese Bilder sind keine bloßen niedlichen Illustrationen. Sie bewegen sich vielmehr an der Grenze zwischen Malerei und Massenkultur, zwischen klassischem Tafelbild und Emoji-Ästhetik. Die „Cuties“ greifen jene Bildsprache auf, die unsere Gegenwart permanent produziert: verniedlichte Gesichter, emotionalisierte Objekte, freundliche Oberflächen. In sozialen Medien, Werbung und digitalen Interfaces begegnen uns solche Wesen ständig – als kleine Affektmaschinen, die Aufmerksamkeit, Sympathie und unmittelbare emotionale Reaktionen erzeugen sollen.

 

Die Serie transformiert diese Bildwelt  in Malerei. Die Figuren erscheinen wie schnelle digitale Icons, sind aber tatsächlich mit pastos aufgetragener Acrylfarbe gemalt. Die sichtbaren Pinselspuren, die groben Konturen und die oft eruptiven Farbfelder im Hintergrund verleihen den Bildern eine physische Präsenz, die der glatten digitalen Ästhetik entgegensteht. Hinter der Niedlichkeit bleibt immer auch etwas Rohes, Improvisiertes, beinahe Wildes sichtbar.

 

Zugleich besitzen die „Cuties“ etwas Maskenhaftes. Sie erinnern an archaische Zeichenformen ebenso wie an Cartoons oder Graffiti. Die Figuren wirken dadurch gleichzeitig vertraut und seltsam entrückt. Sie lachen uns an, leicht künstlich, fast überdreht.

Jede Frucht und jedes Gemüse wird zur Persönlichkeit, zur Figur eines kleinen Theaters.

 

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