Die Serie „Cuties“ bedient sich bewusst der Bildsprache einer globalisierten Trivialästhetik: niedliche Früchte, Tiere und Fantasiefiguren mit übergroßen Augen, lachenden Gesichtern und bonbonhaften Farben erinnern an Emojis, Manga, Maskottchen und Werbegrafiken. Sie wirken harmlos, sympathisch und unmittelbar zugänglich – Bilder, die scheinbar nichts anderes wollen, als zu gefallen.
Doch gerade in dieser Affirmation des Niedlichen liegt die eigentliche Fragestellung der Serie. Die "Cuties" sind keine Illustrationen des Zeitgeistes, sondern eine malerische Untersuchung einer Ästhetik, die in den sozialen Medien, der Konsumwelt und der digitalen Kommunikation millionenfach reproduziert wird. Das Niedliche erscheint hier als universelle Oberfläche, die Komplexität reduziert, Konflikte entschärft und Aufmerksamkeit ökonomisiert.
Indem die Figuren mit den Mitteln der expressiven Malerei entstehen, geraten sie in Spannung zu ihrer digitalen Herkunft.