Collagen

 

 

Ausgangspunkt dieser Collagen sind Fragmente kunsthistorischer Bildwelten – Details aus Michelangelos Figurenkosmos, aus der monumentalen Bildsprache der "Apokalypse von Angers" sowie aus Hans Memlings Visionen des Jenseits und der Verdammnis. Diese historischen Motive werden in einen offenen Prozess des „Remix“ überführt: zerschnitten, isoliert, übermalt, verfremdet und in neue visuelle Zusammenhänge gesetzt.

 

Das Prinzip des Remix versteht sich hier als gleichzeitige Dekonstruktion und Neuschöpfung. Die ikonischen Körper, Gesichter und Gesten verlieren ihre ursprüngliche narrative Eindeutigkeit und werden zu freien Zeichen innerhalb einer dichten Bildmatrix. Malerei und Collage greifen ineinander: gedruckte Reproduktionen treffen auf gestische Farbspuren, rohe Übermalungen auf ornamental wirkende Fragmente, expressive Setzungen auf kunsthistorische Erinnerung. Die Arbeiten oszillieren zwischen Figuration und Abstraktion, zwischen Erkennbarkeit und Auflösung.

 

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