Diese Serie von zehn Marker-Zeichnungen entfaltet eine vielschichtige, expressive Bildwelt zwischen Figuration und Abstraktion. Kräftige, oft ungemischte Farben treffen auf spontane Linienführungen, überlagerte Formen und eine unmittelbare Bildsprache. Die Werke wirken wie visuelle Gedankenströme – fragmentarisch, assoziativ und voller Bewegung.
Zentrale Motive wie Gesichter, Augen oder organische Körperformen tauchen immer wieder auf, lösen sich jedoch in geometrische Strukturen, Muster und freie Flächen auf. Dadurch entsteht ein Spannungsfeld zwischen Erkennbarkeit und Auflösung, zwischen Innenwelt und äußerer Form. Einige Kompositionen erinnern an Masken oder hybride Wesen, andere an Landschaften, technische Fragmente oder symbolische Zeichen.
Die wiederkehrenden Kontraste – etwa zwischen Schwarz und leuchtenden Farben oder zwischen dichten und offenen Flächen – verstärken die Dynamik und verleihen den Bildern eine fast musikalische Rhythmik.
Die Verwendung von Markern prägt den Charakter der Serie entscheidend: sichtbare Striche, Übermalungen und spontane Korrekturen bleiben erhalten und machen den Entstehungsprozess nachvollziehbar. Nichts wirkt geglättet oder abgeschlossen – vielmehr scheinen die Zeichnungen im Zustand des Werdens.
This series of ten marker drawings unfolds a multi-layered, expressive visual world that straddles the line between figuration and abstraction. Bold, often unmixed colors meet spontaneous lines, overlapping forms, and an immediate visual language. The works appear as visual streams of consciousness—fragmentary, associative, and full of movement.
Central motifs such as faces, eyes, or organic body forms appear repeatedly, yet dissolve into geometric structures, patterns, and open spaces. This creates a tension between recognizability and dissolution, between inner world and outer form. Some compositions evoke masks or hybrid beings, others landscapes, technical fragments, or symbolic signs.
The recurring contrasts—such as between black and bright colors or between dense and open areas—enhance the dynamism and lend the images an almost musical rhythm.
The use of markers decisively shapes the character of the series: visible strokes, overpainting, and spontaneous corrections remain visible, making the creative process traceable. Nothing appears smoothed out or finished—rather, the drawings seem to be in a state of becoming.