Landschaften - Landscapes

 

Meine „Landschaften“ (Gemälde, Collagen und Aquarelle) zeigen keine topografisch eindeutigen Orte, sondern zusammengesetzte, erinnerte und imaginierte Räume.

Zentrales Merkmal der Serie ist der collagistische Ansatz: Fotografische Fragmente, malerische Gesten und zeichnerische Elemente greifen ineinander und überlagern sich. Perspektiven kippen, Maßstäbe lösen sich auf. Ein Garten wird gleichzeitig realer Ort, ornamentale Fläche und Traumraum. Architektonische Versatzstücke – Tempel, Ruinen, Pavillons – erscheinen nicht als feste Orientierungspunkte, sondern wie Fundstücke aus unterschiedlichen Zeiten, die in einer neuen, inneren Logik zueinanderfinden.

Der surreale Charakter der Arbeiten entsteht weniger durch das Fantastische im klassischen Sinn, sondern durch das Nebeneinander des eigentlich Unvereinbaren: gemalte Pflanzen wachsen über fotografische Wasserflächen, Schmetterlinge scheinen bewusst kindlich über dicht geschichtete Farbflächen zu schweben, menschliche Figuren oder Skulpturen tauchen wie Erscheinungen aus dem Grün auf – halb Natur, halb Erinnerung.

Die collagistische Surrealität fungiert dabei als Brücke zwischen Wahrnehmung und Vorstellung, zwischen Erinnerung und Gegenwart. Die Werke fordern nicht zur Wiedererkennung auf, sondern zum Verweilen, Assoziieren und Neu-Sehen.

 

Heribert Heere

KÜNSTLER

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