Im Zentrum des Aquarells erscheint ein monumentales Gesicht – Maske, Figur und Zeichen zugleich. Es erinnert entfernt an kultische Masken und Idole einer fernen Vorzeit. Doch diese Erinnerung verbindet sich mit einer entschieden modernen Bildsprache: mit leuchtenden Farbflächen, geometrischen Formen, abstrakten Kürzeln und einem rechts schwebenden Zeichen, das ebenso gut Piktogramm, Logo oder digitales Icon sein könnte.
Gerade daraus entsteht ein eigentümliches Amalgam der Zeiten. Die Figur gehört keiner bestimmten historischen Kultur an. Archaisches, Modernes und möglicherweise sogar Zukünftiges überlagern sich in ihr. Sie könnte eine Maske aus einer vergangenen Kultwelt sein – oder das Gesicht eines Wesens aus einer noch unbekannten Zukunft.