Bildwelten 1

 

In meiner neuen Gemäldeserie „Bildwelten 1“ wird die Welt als ein Gewebe aus Fragmenten, Zeichen und Spuren verstanden, die aus unterschiedlichen kulturellen, historischen und vor allem persönlichen Zusammenhängen stammen und sich zu neuen Bedeutungsfeldern verbinden können.

Diese Bilder sind offene Konstellationen, in denen Sehen zum Denken werden kann.

 

Eine schwarze Maske mit leeren Augenhöhlen, ein goldener Bogen, ein Stern, rätselhafte Schriftzeichen, geometrische Formen oder farbige Landschaftsfragmente erscheinen wie Semiophoren: Dinge, die ihre ursprüngliche Funktion verloren haben und nun als Träger neuer Bedeutungen auftreten. Sie verweisen auf Erinnerungen, Mythen, Religion, Wissenschaft, Populärkultur und digitale Bildwelten zugleich.

 

Der Titel „Bildwelten“ verweist einerseits auf die sichtbaren Symptome unserer Gegenwart – auf ökologische Bedrohungen, den Verlust fester Gewissheiten sowie den Wandel kultureller Identitäten. Andererseits werden die Bildwelten überlagert und neu gelesen. Jedes Bild ist damit ein Palimpsest, in dem Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft gleichzeitig präsent sind.

 

Formal verbinden die Gemälde expressive Malerei mit einer Zeichenästhetik. Kräftige Farben, schwarze Konturen und eine bewusst reduzierte Formensprache erinnern an die Direktheit der Pop-Art, an semi-abstrakte Expressionismen und archaische Bildzeichen.

 

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