Der Titel "Wichteldämmerung" bezieht sich - etwas ironisch - auf die "Götterdämmerung", was in etwa Verdunklung der Götterwelt bedeutet. Die berühmteste Götterdämmerung ist natürlich der vierte Teil von Richard Wagners "Ring", in der übrigens der zwergenhafte Alberich eine eher negative Rolle spielt.

 

In meiner Wichtelei geht es drunter und drüber: Ein Wichtel liegt am Boden, den Dolch noch in seinem Rücken, während ein rosa Kater gerade einen Wichtel am Schlafittchen gepackt hat und mehrere andere in seinen Klauen hält. Im Gegensatz zur nordischen Mythologie, wo die Zwerge meist unterirdisch schlau, zauberkundig und hilfreich werkeln, haben sie schon lange den irdischen mitteleuropäischen Vorgarten erobert, wo sie eine dekorativ eher unrühmliche Rolle spielen. Aber sind sie deshalb schon dem Untergang geweiht - was ein skulpierter und bemalter Totenkopf anzudeuten scheint?

 

Ein männlicher Zeitgenosse mit dunklem Jackett und heller Hose posiert in dieser apokalyptischen Szenerie fast unbeteiligt, so als ginge ihn das alles nichts an.