Auf der Oberseite eine zentrale Figur. Umgeben von skurrilen Mischwesen wirkt sie fast wie ein surrealistischer Gott auf seinem Schöpferthron.
Die Komposition erinnert an Hieronymus Bosch und seine Höllenvisionen – eine Welt, die aus dem Kopf des Künstlers hervorgebracht wurde.
Der Kopf, der aus einem gespaltenen Körper herausschaut, unterstreicht den Märtyrer- oder Prophetenstatus, den sich Künstler bisweilen selbst zuschreiben oder der ihnen zugeschrieben wird – allerdings mit einer ironisch-dekadenten Note.
In einem überbordenden Diorama aus Plastikfiguren, Heiligenversatzstücken, künstlicher Natur und postmodernen Ikonen entsteht das Bild eines Alter Ego-Künstlers, der zugleich Schöpfer, Märtyrer, Clown, Zerstörer - und Philosoph ist.
In dieser Plastik spiele ich mit religiöser Symbolik, popkulturellen Fragmenten und mythologischen Archetypen – allesamt inszeniert in einem schrillen Spiel aus Farbe, Form und Bedeutungsüberlagerung.
Der Künstler als ein Jongleur im postmodernen Dschungel der Zeichen, ein Sammler von Bruchstücken und ein Konstrukteur seiner eigenen Mythologie – zwischen Trash und Transzendenz.