Entstanden sind diese Kurzessays aus Notizen, die ich seit den 2000er Jahren verfasse.
Sie sind erwachsen aus meinem philosophisch-ästhetischen Interesse, das für mich unverzichtbar parallel zu meinen künstlerischen Arbeiten ist.
Diese "meine Kunstphilosophie" stellt eine sehr persönliche Auswahl und Akzentuierung dar - aus der Sichtweise eines Künstlers.
Denkraum
Für mich ist meine Kunstphilosophie unverzichtbar, weil sie den Denkraum bildet, in dem meine künstlerische Praxis überhaupt erst ihre Oberfläche und Tiefe, Richtung und innere Notwendigkeit erhält. Sie ist also ein paralleler Denkprozess, der mein künstlerisches Handeln begleitet, hinterfragt und erweitert.
Meine Kunstphilosophie ist kein spezieller Luxus, den ich mir überflüssigerweise als Künstler leiste, sondern sie ist und war der Fundus an Ideen, Vorstellungen und Affekten, aus denen die jeweilige Kunst entstand.
Resonanzraum
Fragen nach Fiktion, Einbildungskraft, Fragment, Präsenz oder Autonomie etc. sind nicht nur theoretische Themen, sondern strukturieren, wie ich Bilder entwickle, auswähle, kombiniere - oder zerstöre.
Damit verstärke ich sogar den intuitiven Prozess der Bildentstehung, der für mich essentiell ist.
Möglichkeitsraum
Als work in progress wächst meine Kunstphilosophie gemeinsam mit meiner künstlerischen Entwicklung. Sie ist damit ein Selbstverständigungsprozess, der meine Arbeiten nicht festlegt, sondern offen hält – für neue Erfahrungen, Medien, historische Kontexte, kulturelle Transformationen - und Wahrheiten.