Lachende Gurken-Renaissance, 2026, Acryl/Collage, 70 x 100 cm
Diese Collage versteht sich als ein Dialog zwischen Frührenaissance, Pop-Ästhetik und persönlicher Bildsprache. Im Zentrum steht das markante Profil eines jungen Mannes des Frührenaissance-Malers Masolino aus einem Fresko der Cappella Brancacci in Florenz, einem Ort, der wie kaum ein anderer für den Aufbruch in eine neue Bildauffassung steht: Körperlichkeit, Perspektive und ein fast schon modernes Gespür für Präsenz.
Doch diese kunst- und kulturhistorische Schwere wird bewusst unterlaufen. Neben dem ernsten, fast kontemplativen Antlitz erscheint eine lachende Gurke – entnommen aus einem eigenen Cutie-Gemälde – die mit kindlicher Direktheit und humorvoller Leichtigkeit in die Szene hineinplatzt. Sie wirkt wie ein Störsignal, das die Autorität der Tradition nicht zerstört, sondern irritiert. Daneben ein Ausschnitt aus einem neuen "Bildwelten"-Ölgemälde.
Im Hintergrund tummeln sich kleine Ungeheuer, Fragmente aus einer weiteren eigenen Collage zum Thema „die Versuchung des hl. Antonius“, in dem die Konfrontation des Menschen mit seinen Dämonen aufgegriffen wird. Hier jedoch erscheinen sie verspielt, fast charmant – weniger Bedrohung als vielmehr Ausdruck einer überbordenden, imaginierten Welt.